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Das Newton-Teleskop

Optischer Aufbau und Geschichte:

Die wesentlichen Bestandteile des Newton-Teleskopes sind der Haupt- und Fangspiegel. Der Hauptspiegel ist nicht plan wie ein Badezimmerspiegel, sondern nach innen gewölbt, also ein Hohlspiegel. Durch die Krümmung wird eine Bündelung des einfallenden Lichtes in einem Brennpunkt erreicht. Die Distanz zwischen Hauptspiegel und Bennpunkt wird als Brennweite bezeichnet. Damit das Gerät auch zur astronomischen Beobachtung genutzt werden kann, wird zwischen Hauptspiegel und Brennpunkt ein planer Fangspiegel eingefügt, der das Licht seitlich aus dem Tubus wirft, weshalb wir bei Newton-Teleskopen an der Seite hineinschauen. Durch den Fangspiegel erscheint der beobachtete Gegenstand seitenrichtig (rechts ist also wirklich rechts), dafür steht aber alles auf dem Kopf (oben ist nun unten). Bei der astronomischen Beobachtung ist das aber nicht wichtig.

Allgemeines:

Newton-Teleskope sind sehr günstig, denn die Spiegel sind relativ einfach herzustellen. Der Hauptspiegel ist auf der Oberfläche verspiegelt, daher kann auf der Rückseite eine mehr oder weniger aufwendige Spiegelhalterung konstruiert werden. Mittlerweile gibt es auch Konstruktionen, bei denen der Hauptspiegel gezielt verbogen wird, um die Luftunruhe auszugleichen. Solche Systeme werden im "Very Large Telescope" der ESO in Chile eingesetzt. Spiegelteleskope sind wegen der Farbreinheit auch zur Astrofotografie sehr gut geeignet. Durch den Fangspiegel und dessen Halterung wird der Hauptspiegel etwas abgeblendet, ausserdem werden streifende Lichtstrahlen etwas abgelenkt. Diese Lichtstrahlen werden also nicht im Brennpunkt gebündelt, sondern verstreuen sich kreisförmig um den Brennpunkt. Diese Tatsache führt zu einem Kontrastschwund bei der Planetenbeobachtung.
Durch das geringe Preis/Öffnungs-Verhältnis haben sich Newton- Teleskope bei der Deep-Sky-Beobachtung (Galaxien, Nebel, Sternhaufen) durchgesetzt. Hier zeigen sie ihre besonderen Stärken. Durch den Fangspiegel bieten sie aber bei Planetenbeobachtung weniger Kontrast als ein Linsenteleskop gleicher Öffnung.

Das Newton-Teleskop der Sternwarte

Das Fernrohr und die dazugehörige Montierung sind etwa 20 Jahre alt und wurden von Sternwartenmitgliedern selbst gebaut. Weil das Instrument sehr leicht zu bedienen ist, können Besucher während der öffentlichen Führung unter Anleitung helle Himmelsobjekte wie zum Beispiel Mond, Planeten oder Deep-Sky-Objekte selber einstellen. Während der Sonnenbeobachtung wird das Newton-Teleskop zur Sonnenprojektion benutzt, um Besuchern Strukturen und dunkle Flecken auf der Sonnenoberfläche zu zeigen.

Technische Daten:
Öffnung/Durchmesser des Hauptspiegels: 250mm
Brennweite des Hauptspiegels : 1500mm
Alter : etwa 20 Jahre

 

 

Das Linsenteleskop

Optischer Aufbau und Geschichte:

Das Linsenteleskop ist das älteste Teleskop der Welt. Es wurde etwa um 1605 von einem holländischen Optiker entwickelt. Galileo Galilei war um 1610 dann der Erste, der ein Fernrohr zur astronomischen Beobachtung einsetzte und schnell wichtige astronomische Entdeckungen machte. Die technische Entwicklung schritt immer weiter, so dass die Qualität immer besser wurde. Der Aufbau der Objektive besteht mittlerweile aus zwei oder mehr Linsen. Das in dem Linsenfernrohr der Sternwarte verwendete Objektiv besteht aus zwei Linsen und wurde von dem deutschen Mönch Fraunhofer entwickelt. Der Abstand vom Objektiv zum Brennpunkt wird als Brennweite bezeichnet. Durch die erforderliche Genauigkeit der Objektivlinsen ist die Herstellung schwierig und sehr teuer. Bei der Beobachtung werden die Objekte seiten- und höhenverkehrt abgebildet, das ganze Bild wird also um 180 Grad gedreht beobachtet.

Allgemeines:

Weil sich kein Fangspiegel oder sonstige Bauteile im Lichtweg befinden, bieten Linsenteleskope sehr viel Kontrast. Sie sind daher hervorragend zur Beobachtung von Planeten und Doppelsternen, allerdings kosten sie erheblich mehr als Spiegelteleskope gleicher Öffnung. Durch das dicke und schwere Objektiv werden auch an die Montierung höhere Anforderungen gestellt. Zur Astrofotografie sind Linsenteleskope nicht besonders geeignet, denn die Objektive werden in der Regel für die visuelle Beobachtung gefertigt.

Das Linsenteleskop der Sternwarte

Das Instrument wurde vor etwa 100 Jahren von der Firma Merz in München gebaut. Im ersten Weltkrieg wurde die Fabrik zerstört. Mittlerweile sind Merz-Teleskope durch ihre Seltenheit eine wahre Rarität geworden. Inzwischen sind die 100 Jahre Gebrauch auch deutlich merkbar. Die Fliehkraft-Nachführung der Montierung wurde daher durch einen Synchronmotor ergänzt, wodurch die Nachführgenauigkeit erheblich gesteigert wurde. Während der öffentlichen Führungen beobachten die Besucher hier vor allem die Phasen des Mondes oder die Planeten. Bei klarer Wetterlage kann mit dem Linsenteleskop auch bei der Sonnenbeobachtung ein Blick auf Merkur oder Venus am Tageshimmel geworfen werden.

Technische Daten:
Öffnung/Durchmesser des Objektivs : 162mm
Brennweite des Objektivs : 2750mm
Alter : etwa 100 Jahre
Hersteller : Merz in Muenchen

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